Worauf ist bei Schutzbekleidung zu achten?

Im Bereich Arbeitsschutzbekleidungen ist es sehr wichtig, die verschiedenen Normen zu kennen. Diese können auf den ersten Blick kompliziert erscheinen, sind jedoch einfach zu verstehen, wenn man im Hinterkopf den Gesundheitsschutz des Menschen sieht. So symbolisieren diese Normen für die jeweiligen getesteten Produkte die Mindestanforderungen. Hier haben wir einen Auszug einiger wichtigster Normen für Sie aufgelistet und kurz erklärt:

EN 340: EN 340 ist eine Referenznorm, welche allgemeine Anforderungen an Schutzkleidung festlegt. Sie wird häufig in Kombination mit einer spezifischen Norm angewendet. Zu den allgemeinen Anforderungen zählen: Gesundheit, Unschädlichkeit, Ausführung, Tragekomfort, Piktogramme, Leistungsstufen, Ergonomie, Alterung, Reinigung und Wäsche, Maßänderung durch Reinigung und Wäsche, Größenbezeichnungen, Kennzeichnung, Einzelheiten zur Kennzeichnung und Information durch den Hersteller. Außerdem nimmt die Norm Bezug auf die Begriffe Gefährdung, Risiko und Schutzkleidung. Für die genauen Definitionen siehe ISO 12100-1:2003. Kombination der Häufigkeit oder Wahrscheinlichkeit des Auftretens einer definierten Gefährdung und ihrer Folgen. Für die vollständige Definition siehe DIN 14121.

EN 343: Diese Norm definiert die Anforderungen an Kleidung zum Schutz gegen Niederschlag (Regen und Schnee), Nebel und Feuchtigkeit vom Boden, eingeteilt in die Klassen 1–3. Der Wetterschutz soll während des ganzen Jahres Schutz vor Wind, Niederschlag und Nässe bieten. Als Piktogramm ist der Regenschirm bestimmt. Daneben sind die Prüfnorm sowie die Leistungsstufen für Wasserdurchgangswiderstand und Wasserdampfdurchgangswiderstand anzugeben. Wenn der Wasserdampfdurchgangswiderstand Klasse 1 ergibt, ist der Warnhinweis „Begrenzte Tragedauer“ anzugeben. Die Kleidung entspricht der Kategorie I und muss nur das CE-Kennzeichen tragen.

EN 469: Die Europäische Norm EN 469 regelt die Beschaffenheit von Schutzkleidung für die Feuerwehr zur Brandbekämpfung. Insbesondere wird hier auf die Leistungsanforderungen der Feuerwehrschutzkleidung bei der Brandbekämpfung, d. h. der Beständigkeit bzw. dem Verhalten der Bekleidung bei Brandeinsätzen (Beaufschlagung des Materials mit Flammen bzw. thermischer Strahlung / Hitze) abgestellt.

EN 1149-5: Schutzkleidung gegen elektrostatische Entladungen/Antistatik-Kleidung. Die Normengruppe 1149-1 bis -5 legt für elektrostatisch ableitfähige Kleidung detaillierte Prüfverfahren und Anforderungen fest. Bei der mit der Norm 1149 gekennzeichneten Kleidung handelt es sich allerdings nicht immer gleichzeitig auch um PSA. Elektrostatisch ableitfähige Schutzkleidung muss mit EN 340 übereinstimmen und volle Bewegungsfreiheit im vollständig geschlossenen Zustand ermöglichen. Die Kleidung nach EN 1149 schützt sowohl den Träger, die Produkte als auch die Arbeitsumgebung vor den Folgen elektrostatischer Aufladung. Elektrostatisch wirksame Kleidung muss geschlossen getragen werden und sollte nicht ableitfähige Unterkleidung während des Gebrauchs dauerhaft bedecken. Gleichzeitig ist für ordnungsgemäße Erdung am Arbeitsplatz zu sorgen. Wird Kleidung nach EN 1149 als PSA eingesetzt, muss diese mindestens nach Kategorie II zertifiziert und mit CE gekennzeichnet sein.

EN 1073-2: Diese Europäische Norm legt die Anforderungen an und Prüfverfahren für Schutzkleidung fest, die von einer unabhängigen Luftzufuhr aus einer nicht kontaminierten Quelle belüftet wird und den Körper sowie das Atemwegssystem des Trägers gegen feste Partikel einschließlich radioaktiver Kontamination schützt.

EN 14126: Die Leistungsanforderungen und Prüfverfahren für Schutzkleidung gegen Infektionserreger sind in der Norm DIN EN 14126 geregelt. Nach DIN EN 14126 geprüfte Schutzbekleidung garantiert Widerstand gegen die Durchdringung von biologisch kontaminierten Flüssigkeiten (Keimdurchtritt im feuchten Zustand). Die speziellen Anforderungen an die Schutzkleidungsmaterialien gegen infektiöse Agenzien garantieren den Schutz der Haut und des Trägers vor möglichem Kontakt mit biologischen Stoffen und tragen dazu bei, Keimverbreitung zu verhindern. Schutzanzüge, die nach DIN EN 14126 zertifiziert sind, können am Piktogramm für biologische Gefahren erkannt werden.

EN 13034: Schutzkleidung gegen flüssige Chemikalien – Leistungsanforderung an Chemikalienschutzkleidung mit eingeschränkter Schutzleistung gegen flüssige Chemikalien. Chemikalienschutzkleidung mit eingeschränkter Schutzwirkung ist für die Verwendung in Fällen einer möglichen Exposition gegenüber leichter Chemikalienversprühung, flüssigen Aerosolen oder mit niedrigem Druck auftreffenden Spritzern geeignet, gegen die eine vollständige Barriere gegen Flüssigkeitspermeation (auf molekularer Ebene) nicht erforderlich ist. Chemikalienanzüge (Typ 6) bedecken und schützen mindestens den Rumpf und die Lenden. Diese Norm wird ergänzt durch die Normen DIN EN 530:2010, EN 14325:2004, EN 23758, EN ISO 13935-2 sowie EN ISO 17491-4 Die Kleidung entspricht der Kategorie III und muss mit dem CE-Zeichen und der Kennnummer des Prüfinstitutes gekennzeichnet sein. EN 13982: Körperschutz zum Schutz vor festen Partikeln. Es ist der Standard, der die Eigenschaften ihrer Kleidung abdeckt.

EN 20471: Diese Norm legt die Anforderungen für hochsichtbare Warnkleidung fest. Sie soll sicherstellen, dass der Träger dieser Bekleidung in Situationen mit hohem Risiko bei allen Lichtverhältnissen auffällig sichtbar ist.

En 13911: Diese Norm beinhaltet die Mindestsicherheitsanforderungen und Prüfverfahren für eine Feuerschutzhaube, die von Angehörigen der Feuerwehr gemäß einer Gefährdungsanalyse getragen wird. Zusammen mit Schutzkleidung, Atemschutzgerät und Helm bezwecken die Konstruktionsmerkmale und Leistungsanforderungen der Schutzhaube den Schutz von Kopf und Hals gegen die Einwirkung von Wärme und Flammen. Feuerschutzhauben können für unterschiedliche Einsatzmöglichkeiten, sowohl über als auch unter der Atemschutzmaske und für verschiedene Helmformen, verwendet werden. Diese Norm gilt nur für Situationen, in denen zudem Schutzkleidung (EN 469), Atemschutzgerät (EN 136 und EN 137) und Helm (EN 443) getragen werden.

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